{"id":2640,"date":"2025-04-03T12:51:15","date_gmt":"2025-04-03T10:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/sjr-rt.de\/?p=2640"},"modified":"2025-04-04T08:29:25","modified_gmt":"2025-04-04T06:29:25","slug":"bildungskonzept-des-stadtjugendrings-reutlingen-e-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/blog\/2025\/04\/03\/bildungskonzept-des-stadtjugendrings-reutlingen-e-v\/","title":{"rendered":"Bildungskonzept des Stadtjugendrings Reutlingen e.V."},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p><em>Dieses Bildungskonzept hat der Stadtjugendring Reutlingen im April 2024 f\u00fcr sich entschieden und hat es vom Landesjugendring zertifizieren lassen. Er darf dadurch Landesjugendplanantr\u00e4ge auch im Rahmen des Bildungskonzeptes stellen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Stadtjugendring (SJR)<br \/>Bildung im Netzwerk<br \/>Bildungsziele und gesetzliche Grundlagen<br \/>Bildungszielgruppen<br \/>Bildungsplanung, Bildungsprozesse, Bildungsinhalte, Bildungsthemen, QM<br \/>Bildungspraxis<br \/>Beteiligung<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Stadtjugendring (SJR)<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Stadtjugendring Reutlingen e.V. ist ein eingetragener, gemeinn\u00fctziger Verein. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Er ist von Rechts wegen als Freier Tr\u00e4ger und Tr\u00e4ger au\u00dferschulischer Jugendbildung anerkannt. Er ist vom Finanzamt Reutlingern als gemeinn\u00fctzig nach der AO anerkannt. Er wurde gegr\u00fcndet, mutma\u00dflich um \u201edie Jugend\u201c gegen\u00fcber der Stadt Reutlingen zu vertreten und um das st\u00e4dtische Haus der Jugend zu organisieren. Bis heute liegen darin die zentralen Aufgaben.<br \/>Seit 2019 f\u00fchrt er im Auftrag der Stadt Reutlingen die Fach- und Koordinationsstelle der Partnerschaft f\u00fcr Demokratie | Reutlingen.<br \/>Als Arbeitsgemeinschaft der Jugendarbeit greift er aktuelle Themen auf, er besch\u00e4ftigt sich mit Mangellagen und anstehenden Zukunftsthemen. Er ist erg\u00e4nzend t\u00e4tig, er koordiniert, er regt an und geht gelegentlich voraus und manchmal in die Irre.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"149\" height=\"265\" src=\"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/grafik.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2646 size-full\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><br \/><br \/><br \/>Soweit er mit Dritten, besonders den Kreisjugendringen zusammenarbeitet, ist es der Leitfaden f\u00fcr den eigenen Ansatz, ohne die Partner dazu zu verpflichten. Soweit er Antr\u00e4ge f\u00fcr Mitglieder durchleitet, sieht er lediglich ein Beratungsrecht bei Bildungsinhalten. Er plant aber ein, diese Form der Zusammenarbeit zu entwickeln und mit seinen Mitgliedern \u00fcber Bildungsziele, Inhalte und Methoden zu sprechen. Leitend ist das Konzept lediglich f\u00fcr die T\u00e4tigkeiten, die der Stadtjugendring eigenverantwortlich durchf\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stadtjugendring hat einen ehrenamtlichen Vorstand, bestehend aus der 1. Vorsitzenden Cathy Hammer (entsendend: VCP), Gymnasiallehrerin und 2. Vorsitzenden Davide Bur\u00f3 (entsendend: Adventjugend\/CPA; ehemaliger Landesjugendausbilder), und einem beratenden Pr\u00e4sidium und einer hauptamtlichen Gesch\u00e4ftsstelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Orte der gemeinsamen Abstimmung und der Partizipation von Mitgliedern wird die Mitgliederversammlung genutzt, um alle Mitglieder informieren zu k\u00f6nnen, um Bedarfe weit abfragen zu k\u00f6nnen und um Themen entwickeln zu k\u00f6nnen. Der Stadtjugendring sieht Qualifizierung als wesentliches Moment einer Zukunftsf\u00e4higkeit und wird dieses Thema deshalb regelm\u00e4\u00dfig in Mitgliederversammlung tragen. Planungsgespr\u00e4che erg\u00e4nzen die Bildungsplanung, die erfahrungsgem\u00e4\u00df intensiver sind, aber nur von einer Kerngruppe der Mitglieder besucht werden. Offen ist, wann die Bildungsans\u00e4tze im Stadtjugendring noch mit der Planung der Stadt Reutlingen (\u201eLeitlinien\u201c, Fu\u00dfnote 2) und dort dem Kapitel au\u00dferschulische Jugendbildung abgeglichen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stadtjugendring Reutlingen e.V. versteht sich als Arbeitsgemeinschaft der Jugendarbeit in Reutlingen und setzt dabei einen Schwerpunkt auf Jugendgruppenarbeit. Jugendarbeit setzt auf fr\u00fche Selbstst\u00e4ndigkeit und Selbstverantwortung, auf Erlebnism\u00f6glichkeiten in der Gruppe und auf Interessenorientierung von Jugendlichen. Der Stadtjugendring m\u00f6chte Engagement von Jugendlichen erm\u00f6glichen und f\u00f6rdern. Er m\u00f6chte Jugendlichen den Zugang zu Jugendarbeit erm\u00f6glichen und unterst\u00fctzt auch Jugendgruppen, die noch nicht Mitglied sind und Gruppen, die keine Rechtsf\u00e4higkeit haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Jugendarbeit stellt eine eigene Verbindung von (au\u00dferschulischer) Bildung und Freizeitinteressen dar. Diese Mischung ist insofern eigen, als Bildung h\u00e4ufig im Gegensatz zu Freizeit erlebt wird. In der Jugendarbeit ist sie aber nicht trennbar, sie findet formal und <strong>non-formal<\/strong> statt, separat organisiert oder integriert in den Alltag. Viele Bildungsprozesse finden zwischen Jugendlichen und eingebettet in die spezifische Jugendkultur statt, Selbstst\u00e4ndigkeit und Selbstverantwortung kann kaum gelehrt werden, aber sie kann vorgelebt werden und sie kann von Vorbildern \u00fcbernommen werden. Sie wird sichtbar in Freizeiten und Gruppenstunden, wenn Verantwortung geteilt wird, wenn J\u00fcngere Erfahrungen sammeln k\u00f6nnen, wenn sie neue, angemessene Aufgaben \u00fcbernehmen d\u00fcrfen, wenn sie beobachten k\u00f6nnen, wie \u00c4ltere sich verhalten. <strong>Formale Bildung<\/strong> findet besonders in der Jugendleiter_innenausbildung statt. Bedeutungsvoll sind die Jugendarbeitsstrukturen, die Bildung erm\u00f6glichen und schaffen, das <strong>Bildungssetting<\/strong>, die Organisationsstrukturen, Entscheidungsstrukturen, Zusammenarbeitsstrukturen, die Bildungsr\u00e4ume, -zeiten und -zug\u00e4nge, die gesellschaftlichen Einfl\u00fcsse und die Herkunft der Beteiligten. Eigene Schl\u00fcssel, eigene Kassen bieten Freir\u00e4ume, Anbindung und Einbindung sichert Qualit\u00e4t. Im Haus der Jugend hat der SJR eigene Gestaltungsm\u00f6glichkeiten, die er nutzt. Dar\u00fcber hinaus folgt der Stadtjugendring der Idee, dass Bildung bzw. Fortbildung einer der wenigen M\u00f6glichkeiten ist, in denen ein Jugendring die Bedingungen von Jugendarbeit ver\u00e4ndern kann und durch Qualifikation von Jugendarbeit eine Unterst\u00fctzung seiner Mitglieder anbieten kann. <br \/>Soweit er Arbeitsstrukturen anbietet und schafft durch Bereitstellung von R\u00e4umen im Haus der Jugend, bem\u00fcht er sich, damit Bildungsr\u00e4ume und Entwicklungsr\u00e4ume zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bildung im Netzwerk:<\/h3>\n\n\n\n<p>Die \u201eArbeitsgemeinschaft Stadtjugendring\u201c ist ein Netzwerk, weil die Kooperationen und Verkn\u00fcpfungen nicht nur zwischen der Gesch\u00e4ftsstelle und den Mitgliedern vorhanden sind, sondern auch zwischen Mitgliedern bestehen. Zus\u00e4tzlich werden die Kooperationen angeregt. Jede Mitgliederversammlung arbeitet daran. <br \/>Ebenso wie Bildungsprozesse zwischen Jugendlichen entstehen, entsteht ein bedeutender Anteil an Unterst\u00fctzungsarbeit zwischen den Mitgliedsverb\u00e4nden, in der Zusammenarbeit. <br \/>Der Stadtjugendring ist selbst Teil gr\u00f6\u00dferer Netzwerke, dem Landesjugendring, der AGJF, der regionalen AG der Jugendringe, dem Kreisjugendring, die sich alle der Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen verschrieben haben und eine Vielfalt von Methoden und Arbeitsbereichen mitbringen. Die geplante Juleicaausbildung wird zusammen mit dem Kreisjugendring Reutlingen und dem Kreisjugendring T\u00fcbingen durchgef\u00fchrt und ist aufgrund Personalmangel und Gr\u00f6\u00dfe des Einzugsgebietes nur so m\u00f6glich. Sie ist nur m\u00f6glich in der Kooperation mit den Verb\u00e4nden, die schon ausbilden, die Personalressourcen haben und die fachlichen Kompetenzen einbringen k\u00f6nnen, das sind besonders die kirchliche Jugendarbeit, der BDP und im Hinblick auf Inklusion die offenen Hilfen im Kreis Reutlingen und T\u00fcbingen. Bei dem Treffen der Gruppen (KJR RT, KJR T\u00fc, ejw RT, BDKJ, Ev. Jw RT, Theaterp\u00e4d. Zentrum, BDP\/Sav, AWO, Stadt RT, SJR RT), die sich f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Zusammenarbeit getroffen haben wurde vereinbart, eine digitale Plattform zu schaffen, auf der Angebote, Anfragen, Anbieter und Referent_innen dargestellt werden sollen. Au\u00dferdem sollen die Vereine und Verb\u00e4nde mitteilen, ob, wer, zu welchen Themen und zu welchen Bedingungen Personal gestellt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Thema <\/strong><\/td><td><strong>Wirkungsziel<\/strong><\/td><td><strong>Handlungsziel<\/strong><\/td><td><strong>Indikatoren<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Digitale Kollaborations-plattform<\/td><td>Tr\u00e4ger in den LK RT und T\u00fc kennen und nutzen die Plattform<\/td><td>Die Tr\u00e4ger f\u00fcllen die Datenbank mit Referent_innen und mit Ausbildungs-angeboten und aktualisieren sie. Der SJR stellt eigene Angebote ein oder beteiligt sich.<\/td><td>Seitenanfragen, Kontaktanfragen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bildungsziele und gesetzliche Grundlagen:<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Bildungsziele der Jugendarbeit sind gesellschaftlich vorgegeben, die verbindliche Grundlage und Zielsetzung ist u.a. das SGB VIII , mit grunds\u00e4tzlichen Zielbestimmungen [\u00a71], dem Beteiligungsrecht [\u00a71 (3) 2.] und die Interessenorientierung [\u00a711]. Erg\u00e4nzend gilt das Landesbildungsgesetz mit den Zielen z.B. der Toleranz und Gleichberechtigung der Geschlechter [\u00a71]. Die Stadt Reutlingen hat Leitlinien f\u00fcr die Jugendarbeit vorgelegt, die die Umsetzung der Grunds\u00e4tze von Jugendarbeit thematisieren und ausf\u00fchren. F\u00fcr den Bereich der Juleicaausbildung gelten die bundeseinheitlichen Qualit\u00e4tsstandards . Das vorgelegte Bildungskonzept beschreibt einen Konsens im Vorstand und im Team des Stadtjugendrings. Die gute Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Reutlingen erm\u00f6glicht jetzt, vergleichsweise gro\u00dfe Schritte zu beginnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bildungszielgruppen:<\/h3>\n\n\n\n<p>Bildungsprozesse, die der Stadtjugendring anst\u00f6\u00dft, sollen prim\u00e4r Jugendleiter_innen zugutekommen, der Stadtjugendring will nicht in den Wettbewerb mit Jugendarbeitsanbietern treten, sondern eine Metaebene einnehmen. Die zweite S\u00e4ule von Bildungsarbeit wird die Fortbildung von Jugendleiter_innen und Vorst\u00e4nden darstellen. Bisher waren das Themen wie Datenschutz, Finanzierung und Spielfortbildung. Zuk\u00fcnftig werden es im Hinblick auf die Juleicapflicht voraussichtlich Kindeswohlfortbildungen sein, gefolgt von Juleicamodulen oder Juleicavollausbildungen, sofern die Verb\u00e4nde selbst nicht in der Lage sind, diese Fortbildung zu organisieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Thema<\/strong><\/td><td><strong>Wirkungsziel<\/strong><\/td><td><strong>Handlungsziel <\/strong><\/td><td><strong> Indikatoren<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Juleica Aktualisierung<\/td><td>Die Tr\u00e4ger st\u00e4rken den Juleicagedanken und produzieren dabei einen Bedarf an Aktualisierungskursen<\/td><td>Der SJR bietet j\u00e4hrlich einen Aktualisierungskurs (8H) an<\/td><td>Der Kurs hat stattgefunden<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Dabei soll es eine Vielfalt von Ausbildungsm\u00f6glichkeiten geben, die der Stadtjugendring bewerben will:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00d6ffnung der vorhandenen verbandlichen Ausbildungen f\u00fcr Dritte;<\/li>\n\n\n\n<li>Erg\u00e4nzende Angebote zur Juleica und Auffrischungskurse;<\/li>\n\n\n\n<li>vollst\u00e4ndige Kurse f\u00fcr Arbeitsgebiete, die nicht versorgt werden;<\/li>\n\n\n\n<li>vollst\u00e4ndige Angebote f\u00fcr Anbieter, die nicht versorgt werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Soweit m\u00f6glich, soll auf Ausbildungspersonal und Kompetenzen zur\u00fcckgegriffen werden, das bei Verb\u00e4nden zur Verf\u00fcgung steht, parallel dazu soll eigenes Personal ausgebildet werden. Wir haben es als Ziel definiert, in den n\u00e4chsten Jahren eine eigene Jugendleiter_innenausbildung zu erm\u00f6glichen, um den Arbeitsbereichen, die nicht auf eigene entsprechend leistungsf\u00e4hige Dachverb\u00e4nde zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen (z.B. nichtkommunale offene Jugendarbeit, politische Jugendarbeit) eine eigenst\u00e4ndige Ausbildung anbieten zu k\u00f6nnen. Aufgrund der geringen Gr\u00f6\u00dfe und der eingeschr\u00e4nkten Leistungsf\u00e4higkeit des Stadtjugendrings wollen wir vor allem mit dem Kreisjugendring Reutlingen zusammenarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Thema<\/strong><\/td><td><strong>Wirkungsziel<\/strong><\/td><td><strong>Handlungsziel<\/strong><\/td><td><strong>Indikatoren<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Tr\u00e4gerspezifische Bildungspolitik<\/td><td>Verb\u00e4nde sehen die Bedeutung von Bildungsplanung im Verband<\/td><td>Die Tr\u00e4ger suchen und finden Personen, die eigene Bildungsbedarfe formulieren.<\/td><td>Es werden Bedarfe an den SJR getragen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Es gilt, dass die Juleicaausbildung m\u00f6glichst nah an dem Tr\u00e4ger durchgef\u00fchrt werden soll, weil Juleicaausbildungen identit\u00e4tsstiftend sind und dadurch eine gr\u00f6\u00dfere Verweildauer beim Tr\u00e4ger m\u00f6glich ist. Der SJR verfolgt nicht das Ziel, einen eigenen Pool von ausgebildeten Jugendleiter_innen zu schaffen. Wohnsitznahe Angebote sollen die verbandseigenen erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dritte Zielgruppe, die der Stadtjugendring unterst\u00fctzen will, sind die in der Reutlinger Gesamt-SMV zusammengeschlossenen SMVen der Reutlinger Schulen, deren beratendes Mitglied der Stadtjugendring ist und die 2024 Mitglied im Stadtjugendring werden sollen. Als gesetzlich vorgesehene Vertretung f\u00fcr Kinder und Jugendlichen, die aber wenig gef\u00f6rdert werden, ist es ein Anliegen, die SMVen m\u00f6glichst integriert in die vorhandene Netzwerkarbeit zu st\u00e4rken, zu unterst\u00fctzen und zu f\u00f6rdern. Hier stehen Bildungsprozesse zur Unterst\u00fctzung an, die wenig formalisiert sind, und die an Gruppenarbeit und Projektarbeit orientiert sind. Die Bildungsarbeit ist aber nicht nur Selbstzweck, die SMVen sind die mutma\u00dfliche einzige M\u00f6glichkeit, breit Jugendliche zu erreichen. Diese F\u00e4higkeit der SMVen und die Kompetenzen der Verb\u00e4nde zusammen zu bringen, kann die gesamte Jugendarbeit st\u00e4rken. Aktuell k\u00f6nnen hier keine Zielformulierungen aufgenommen werden. Die Umsetzung von Bildungsma\u00dfnahmen mit SMVen ist immer an aktuelle und nominell nicht vorhandene Ressourcen gebunden. Neben den Zielgruppen verbandliche Arbeit und SMVen richtet sich ein kleiner Teil der Arbeit direkt als vierte Zielgruppe an Reutlinger Jugendliche, wenn zu Wahlveranstaltungen eingeladen wird,die zur aktiven und passiven Wahlbeteiligung aufrufen. Der Stadtjugendring unterst\u00fctzt auch die st\u00e4dtischen Jugendforen. Aktuell k\u00f6nnen auch hier keine Zielformulierungen aufgenommen werden. Die Umsetzung von Bildungsma\u00dfnahmen bei Wahlen ist immer an aktuelle und nominell nicht vorhandene Ressourcen gebunden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bildungsplanung, Bildungsprozesse, Bildungsinhalte, Bildungsthemen, QM<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Planung von Bildungsprozessen steht vor einem Dilemma. Bedarfe k\u00f6nnen aus einer technischen Sicht formuliert und gedeckt werden, d.h. Freizeithelfer erhalten die Ausbildungsteile, die in ihrer Arbeitspraxis notwendig sind oder sie erhalten nur die, die f\u00fcr sie notwendig sind, weil sie unterschiedliche Eingangsvoraussetzungen haben, bzw. weil die bisherige Arbeit keine strukturierte Fortbildung kannte. Ohne an diesem Punkt der Frage von individuellen Bedarfen nachzugehen, sollen die bereichsspezifischen Bedarfe genannt werden, wobei es um Bereiche der Jugendarbeit geht:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Freizeitarbeit, Gruppenarbeit, offene Arbeit;<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeit mit M\u00e4dchen oder Jungen bzw. mit Gruppen und Personen, die sich nicht klassisch heterosexuell benennen lassen,<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeit in Bereichen der Jugendkunst, Jugendkultur, Jugendpolitik,<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Bedarfe lassen sich in organisatorische Aspekte (Aufsichtspflicht, Datenschutz, 1.Hilfe, Katastrophenschutz, \u2026) und p\u00e4dagogische Aspekte (Gruppenp\u00e4dagogik, Beteiligung praktizieren, Kommunikationstechniken, kreative Arbeiten, \u2026) und reflexive Aspekte sortieren. Alle Module haben aber tr\u00e4ger- bzw. arbeitsbereichsspezifische Ausformungen, die kaum von einem Jugendring geschult werden k\u00f6nnen. Dennoch k\u00f6nnen diese Differenzierung bis zu Modulen oder Themen von Fortbildungseinheiten heruntergebrochen werden. Bei den Mindestbedarfen gelten die auf juleica.de genannten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Aufgaben und Funktionen des Jugendleiters\/der Jugendleiterin und Bef\u00e4higung zur Leitung von Gruppen,&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Ziele, Methoden und Aufgaben der Jugendarbeit,&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Rechts- und Organisationsfragen der Jugendarbeit,<\/li>\n\n\n\n<li>psychologische und p\u00e4dagogische Grundlagen f\u00fcr die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen,<\/li>\n\n\n\n<li>Gef\u00e4hrdungstatbest\u00e4nde des Jugendalters und Fragen des Kinder- und Jugendschutzes.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Im Sinne eines Prozesses muss Bildung dauerhaft reflexiv arbeiten oder in Wellen sich mit den Ergebnissen besch\u00e4ftigen und einer Form des Qualit\u00e4tsmanagements unterwerfen. Dazu geh\u00f6rt mindestens, dass es am Ende einer Ma\u00dfnahme der Umfang und die Themen sowie die Zahl der Teilnehmer_innen erhoben werden. Eine Abfrage am Ende der Ma\u00dfnahme erhebt die Zufriedenheit. Aussagef\u00e4higer d\u00fcrfte eine sp\u00e4ter folgende Abfrage sein, die versucht zu erfassen, welche Module und Methoden in der Jugendarbeitspraxis anschlie\u00dfend eingesetzt wurden bzw. warum Module und Methoden nicht eingesetzt wurden. Ad hoc d\u00fcrfte die Anwendbarkeit der zentrale Begriff sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Thema <\/strong><\/td><td><strong>Wirkungsziel<\/strong><\/td><td><strong>Handlungsziel <\/strong><\/td><td><strong>Indikatoren<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Erfolgsmessung<\/td><td>Die Wirkung kann gemessen werden.<\/td><td>Wir wissen, dass Bildungsma\u00dfnahmen in der Praxis wirksam werden.<\/td><td>Ausreichender R\u00fccklauf<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Hier gibt es aber einen noch ungedeckten Entwicklungsbedarf. Die Art und Weise, wie eine QM-Politik aussehen soll, ist ein naheliegendes Thema f\u00fcr eine Mitgliederversammlung, die einen Arbeitsauftrag ausspricht und auch Entscheidungen trifft \u00fcber Verbindlichkeit von Ergebnissen. Die Praxis des Stadtjugendrings ist aber bisher nicht die, dass er als Dachverband auftritt und in die Arbeit der Mitglieder hineinregiert. Die Frage nach Verbindlichkeiten steht jedoch an. Aktuelle arbeitet er noch im Sinne einer Arbeitsgemeinschaft. Vereine und Verb\u00e4nde m\u00fcssten sich eigentlich, \u00e4hnlich wie das Betriebe tun sollen, um die Frage k\u00fcmmern, ob sie eine verbandsinterne Bildungspolitk betreiben sollen, um sicher zu stellen, dass ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter_innen so gut ausgebildet sind, dass sie den Belastungen standhalten k\u00f6nnen. Dazu m\u00fcssten sie sich mit Bildungsstandards auseinandersetzen. Im Hinblick auf die umfangreichen Anforderungen, die an Vereine bzw. Tr\u00e4ger der Jugendarbeit gestellt werden, noch mehr, wenn auch Hauptamt angestellt wird, und die \u00fcblicherweise als Verantwortung auf einem ehrenamtlichen Vorstand lastet, kann nicht erwartet werden, dass diese Bildungspolitik von dem vorhandenen Mitarbeiter_innenpools abgearbeitet werden kann. Aber es ist denkbar, dass sich Verb\u00e4nde und Vereine auf die Suche machen, diese Personen zu finden und es ist auch vorstellbar, dass es f\u00fcr diese anspruchsvolle Arbeit Menschen gibt, die das \u00fcbernehmen wollen. Wir werden genau das im Zusammenhang mit der geplanten Ausbilder_innenschulung anregen. Der Stadtjugendring kann nicht in einem klassischen Partizipativen Sinne bei eigenen Kindern und Jugendlichen nach Bildungsthemen fragen \u2013 weil er keine eigenen Gruppen hat. Aber er kennt aus Gespr\u00e4chen die Sichtweisen von einzelnen Vertrerter_innen und gesellschaftlich eingeforderte Themen. Bei den anstehende Bildungsthemen stehen umweltpolitische wie Klimaschutz, und jugendarbeitsgrundst\u00e4ndige wir Kinderschutz und Inklusion an. Es ist offen, wie sich der Bereich des GaF\u00f6G entwicklen wird, aber es kann angenommen werden, dass das Arbeitsfeld in dem Moment, in dem es dort eine Bet\u00e4tigung der Jugendarbeit geben soll, eine (Nach-)qualifikation von Mitarbeiter_innen geben muss.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bildungspraxis<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Bildungskonzept und die Bildungspraxis des Stadtjugendrings sollen \u00fcbereinstimmen. Zur Bildungspraxis geh\u00f6rt die zur Verf\u00fcgungstellung von Seminarr\u00e4umen, Veranstaltungsr\u00e4umen, R\u00e4ume f\u00fcr offene Jugendarbeit und Jugendkulturarbeit, die Ausstattung dieser R\u00e4ume und die Arbeit an einem Haus(bildungs)profil. Au\u00dferdem die Niederschwelligkeit des Zugangs zum Haus, die M\u00f6glichkeit der Mitbestimmung und die Notwendigkeit der Moderation.<br \/>Die Bildungspraxis zeigt sich an den Projekten , die der Stadtjugendring durchgef\u00fchrt hat und in denen in den letzten Jahren Medienarbeit, Quereinsteiger, Nachhaltigkeit, Erinnerungskultur, Musik, Migration, SMVen, interkulturelle \u00d6ffnung als Arbeitsthema gew\u00e4hlt wurden. <br \/>Es gab von au\u00dfen kommende Anl\u00e4sse (W\u00fcnsche nach Juleicaausbildung f\u00fcr migrantische Gruppen) und Hausprofilthemen (Medienarbeit, Musik) und Projekte, die Angebote zur Netzwerkarbeit waren (SMVen, Nachhaltigkeit). <br \/>Bei Projekten wendet sich der SJR auch an einzelne Jugendliche oder wie bei dem aktuellen Projekt zur Nachhaltigkeit sollen zwei erfahrene Mitglieder der Fridays Bildunssworkshops zum Klimawandel in Schulen anbieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stadtjugendring hat seit langer Zeit die Kooperation mit Schulen unmittelbar und als Metathema verfolgt und wird das voraussichtlich auch in GaF\u00f6G Zeiten tun. Unter der Perspektive von Finanzierung bzw. unterschiedlicher Arbeitsbereiche des Stadtjugendrings finden Bildungsprozesse in der Jugendleiter_innenausbildung statt (\u201eLehrg\u00e4nge\u201c) (VwV KJA und JSA) , bei Seminaren (\u201eThemenorientientierten Bildungsma\u00dfnahmen\u201c) und m\u00f6glicherweise bei Ma\u00dfnahmen (\u201eProjekte mit Bildungscharakter\u201c). Die beiden juleica-Lehrg\u00e4nge, die wir durchgef\u00fchrt haben, wurden einmal f\u00fcr Jugendliche, die ein Jugendcaf\u00e9 im Haus der Jugend gef\u00fchrt haben, per Landesjugendplan-Lehrg\u00e4nge finanziert und einmal f\u00fcr Jugendliche einer Moscheegemeinde durch die Integrationsoffensive. Au\u00dferdem wurden Fortbildungen in Sachen Datenschutz durchgef\u00fchrt und zur Finanzierung von Jugendarbeit. Bei Seminaren (themenorientierte Ma\u00dfnahmen) gab es ebenfalls Landesjugendplanseminare (\u201eGeocacheing &amp; Medienarbeit\u201c) und vergleichbare Formate, die in Projekten anderer Art finanziert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie finden statt im Jugendausschuss der Partnerschaft f\u00fcr Demokratie | Reutlingen, bei Projekten die durch st\u00e4dtische, Landes oder Bundesmittel finanziert werden und bei Projekten, die der Stadtjugendring aus Eigenmitteln finanziert (z.B. Austauschtreffen zwischen Jugendlichen der Moschee und der VCP Pfadfinder anl\u00e4sslich des Fastenbrechens \u00fcber die Praxis der Jugendarbeit).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beteiligung<\/h3>\n\n\n\n<p>Beteiligung ist eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, die anspruchsvoll ist, vielf\u00e4ltig ist und nicht immer m\u00f6glich ist. Sie findet statt in gemeinsamer Vorbereitung und Planung innerhalb des Netzwerks wenn es um Juleica geht und durch die Entwicklung der Zusammenarbeit, die darauf angewiesen ist, den Erfolg bei Jugendleiter_innen abzufragen, die ihn in ihren Jugendgruppen abfragen bzw. erleben m\u00fcssen. Sie findet strukturell statt durch R\u00fcckkopplungsprozesse und Themenabfragen wenn es um die Begleitung von SMVen geht. Sie ist nicht m\u00f6glich, wenn es um z. B. Juleicainhalte geht oder um Projekte, deren Teilnehmer_innen im Vorfeld nicht bekannt sind und erst beworben werden m\u00fcssen, findet aber dennoch statt in der Offenheit f\u00fcr die Gestaltung und Umsetzung von Projekten und Ma\u00dfnahmen. Beteiligung bei der Bildungsplanung findet in der Mitgliederversammlung des Stadtjugendrigns statt, in einem bisher namenlosen Arbeitkreis von interessierten Tr\u00e4gern und der Stadt Reutlingen und er wird stattfinden in der Abfrage von Zufriedenheit bei Bildungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bildungskonzept soll f\u00fcr drei Jahre gelten und innerhalb dieser zeit entwickelt und \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Bildungskonzept hat der Stadtjugendring Reutlingen im April 2024 f\u00fcr sich entschieden und hat es vom Landesjugendring zertifizieren lassen. Er darf dadurch Landesjugendplanantr\u00e4ge auch im Rahmen des Bildungskonzeptes stellen. Der Stadtjugendring (SJR)Bildung im NetzwerkBildungsziele und gesetzliche GrundlagenBildungszielgruppenBildungsplanung, Bildungsprozesse, Bildungsinhalte, Bildungsthemen, <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/blog\/2025\/04\/03\/bildungskonzept-des-stadtjugendrings-reutlingen-e-v\/\"><span class=\"screen-reader-text\">  Bildungskonzept des Stadtjugendrings Reutlingen e.V.<\/span> weiterlesen<span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,10,98,19,93],"tags":[],"class_list":["post-2640","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-finanzierung","category-jugendbildung","category-projekte","category-smv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2640","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2640"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2640\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2652,"href":"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2640\/revisions\/2652"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2640"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2640"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.haus-der-jugend.info\/sjr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2640"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}